Mit unserem naturnah gestalteten Garten geben wir vielen gefährdeten Tierarten ein Zuhause. Wir versuchen, besonders die Vorkommen von Wildbienen zu fördern. Diese sind auf Wildpflanzen spezialisiert. Manche Arten durch die Ko-Evolution sogar nur auf eine bestimmte Pflanzenart.
Honigbienen hingegen sind Generalisten. Durch die Kommunikation der Flugbienen untereinander, dem sogenannten "Schwänzeltranz" sind sie auf Massentrachten fokussiert. Sie fliegen dorthin, wo es sich für sie "lohnt". Einzelne Blüten von Wildblumen sind für sie nicht so attraktiv.
Ein Naturgarten ist nicht nur ein Refugium für Wildbienen, andere Wildtiere und -pflanzen, sondern auch ein Ort, der ästhetisch ansprechend ist und zahlreiche positive Eigenschaften mit sich bringt. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile eines Naturgartens:
Biodiversität: Naturgärten fördern die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Durch die Verwendung einheimischer Pflanzen und das Schaffen von Lebensräumen für verschiedene Arten tragen sie zur Erhaltung der Biodiversität bei. In unserem Naturgarten finden sich verschiedene Insekten, Vögel, Igel Fledermäuse, Amphibien und andere Tiere, die in einem konventionellen Garten nicht so vorkommen.
Ökologische Balance: In unserem naturnahen Garten arbeiten wir im Einklang mit der Natur. Wir fördern so die natürlichen Prozesse wie die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten, die Kontrolle von Schädlingen durch natürliche Fressfeinde und die Erhaltung des Bodens durch organische Materialien. So haben wir gleich mehrere Komposthaufen. Dies führt zu einem gesunden und stabilen Ökosystem.
Wasser- und Ressourcenschonung: Unser naturnaher Garten ist so gestaltet, dass Wasser effizient genutzt wird. Durch die Auswahl von Pflanzen, die an die lokalen klimatischen Bedingungen angepasst sind, wird der Wasserbedarf minimiert. Zudem haben wir ein Regenwassersammelsystem. Wir nehmen ausschließlich das gesammelte Regenwasser zum Gießen. Die Beete werden außerdem gemulcht, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Das ist bei unserem Bimsboden besonders wichtig.
Gesundheit und Wohlbefinden: Der Aufenthalt in unserem Naturgarten hat positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit. Die Natur hat eine beruhigende Wirkung, und das Gärtnern baut Stress ab, die Stimmung wird verbessert und das allgemeine Wohlbefinden gefördert. Zudem bietet der Naturgarten Raum für Bewegung und für Naturbeobachtungen.
Bildung und Bewusstsein: Naturgärten sind hervorragende Lernorte. Sie bieten die Möglichkeit, mehr über Pflanzen, Tiere und ökologische Zusammenhänge zu erfahren. Besonders für Kinder sind Naturgärten ein idealer Ort, um die Natur zu entdecken und ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu entwickeln.
In der Uferzone unseres naturnahen Gartenteich wächst im Spätsommer der Blutweiderich, denn er bevorzugt feuchte Standorte und ist deshalb oft in der Nähe von Gewässern zu finden. Er ist eine wichtige Pflanze für die Biodiversität, da er vielen Insekten, insbesondere Wildbienen und Schmetterlingen, Nahrung bietet. Die Pflanze ist sehr dekorativ, versamt sich gerne und ist durch seine leuchtende Farbe ein Zierde im naturnahen Garten.
Was kann ich für Wildbienen im Garten tun?
Wildbienen sind wichtige Bestäuber und tragen erheblich zur Biodiversität in unseren Gärten bei. Um ihnen einen einladenden Lebensraum zu bieten, können wir gezielt Pflanzen auswählen, die ihnen Nahrung und Unterschlupf bieten. Drei hervorragende Pflanzen, die sich gut für einen bienenfreundlichen Garten eignen, sind der echte Alant, die Waldwitwenblume und die Wegwarte.
Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens
Um einen einladenden Lebensraum für Wildbienen zu schaffen, ist es wichtig, eine Vielzahl von Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten zu integrieren. Achte darauf, auf chemische Pestizide zu verzichten und natürliche Lebensräume wie Totholz oder Steinhaufen zu belassen, die Unterschlupf für Wildbienen bieten. Mit ein wenig Planung und Pflege kannst du einen blühenden Garten gestalten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort für Wildbienen ist.
Echter Alant (Inula helenium)
Echter Alant ist eine mehrjährige imposante Pflanze, die mit ihren großen, leuchtend gelben Blüten im Spätsommer und Herbst ein wahrer Blickfang ist. Die Staude wird bei optimalen Bedingungen mehr als 2 Meter hoch. Die Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen, da sie reich an Nektar sind. Zudem zieht der Alant auch andere Bestäuber an und fördert so die Artenvielfalt in deinem Garten. Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte und kann in feuchteren Böden gedeihen, was sie ideal für verschiedene Gartenbedingungen macht.
Wegwarte (Cichorium intybus)
Die Wegwarte ist eine robuste Pflanze, die oft an Wegrändern zu finden ist. Sie kann um die zwei Meter hoch werden. Ihre himmelblauen Blüten öffnen sich morgens und schließen sich am Abend, was sie zu einem besonderen Anblick macht. Die Wegwarte blüht von Juni bis Oktober und bietet Wildbienen eine langanhaltende Nahrungsquelle. Sie ist pflegeleicht und kann in verschiedenen Bodenarten gedeihen, was sie zu einer idealen Ergänzung für jeden Garten macht.
Waldwitwenblume (Knautia dipsacifolia)
Die Waldwitwenblume ist eine weitere wertvolle Pflanze für Wildbienen. Das Kardengewächs blüht von Juni bis September im und bietet Wildbienen und Schmetterlingen durch die lange Blütezeit viel Nektar und Pollen. Ihre lila Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr attraktiv für verschiedene Bienenarten. Diese Pflanze wächst am besten in halbschattigen bis schattigen Bereichen und ist eine hervorragende Wahl für schattigere Gartenpartien.
Wildkrokusse sind nicht nur wunderschöne Frühlingsboten, sondern auch von großer Bedeutung für die heimische Insektenwelt. Hier sind einige Informationen zu Wildkrokussen, ihrer Bedeutung für Insekten, Auspflanzung und Vermehrung.
Wildkrokusse sind eine frühe Nahrungsquelle für Insekten.
Sie gehören zu den ersten Blühpflanzen im Frühjahr und bieten somit eine wichtige Nahrungsquelle für frühaktive Insekten wie Bienen oder Hummeln. Ihr reichhaltiger Blütennektar und Pollen liefern lebenswichtige Energie und Proteine nach dem Winter.
Bedeutung für die Artenvielfalt:
Wildkrokusse tragen zur Förderung der Artenvielfalt bei, indem sie Insektenpopulationen unterstützen. Gerade in Zeiten des Insektensterbens sind sie ein wichtiger Beitrag für die Umwelt.
Auspflanzung:
Die beste Zeit zum Pflanzen von Wildkrokussen ist im Herbst, von September bis November. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Wildkrokusse eignen sich gut für Beete, Rabatten, Steingärten oder auch zur Verwilderung im Rasen. Achtung: Man darf erst wieder über die Pflanzen mähen, wenn sich die Blätter zurückgezogen haben, sprich verwelkt und vertrocknet sind. Die Zwiebeln werden etwa 5-10 cm tief in den Boden gesetzt, mit einem Abstand von etwa 5-10 cm zueinander.
Vermehrung:
Wildkrokusse vermehren sich über Brutzwiebeln, die sich an den Mutterzwiebeln bilden. Diese können im Herbst vorsichtig abgetrennt und an einem neuen Standort eingepflanzt werden.
Pflanze die Krokusse am besten in Gruppen, um eine größere Farbwirkung zu erzielen und Insekten einen reichhaltigen Tisch zu decken.
Achte beim Kauf der Zwiebeln darauf, dass diese nicht durch Pestizide belastet sind.
Durch das Pflanzen von Wildkrokussen kannst Dueinen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten und gleichzeitig Ihren Garten mit wunderschönen Frühlingsblüten bereichern.
Als früh blühender Strauch ist die Kornelkirsche eine besonders wichtige Pflanze für Insekten. Der Strauch gehört zu den Hartriegelgewächsen und ist deshalb keine "richtige" Kirsche. Die Früchte sind essbar, aber recht sauer. Gerne werden sie von Vögel gefressen. Man kann Marmelade aus ihnen herstellen, wenngleich die Kerne recht schwierig zu entfernen sind. Es lohnt sich aber. Die Pflanze ist damit wesentlich wertvoller als die Forsythie, die nichts dergleichen bietet. Zudem ist die Forsythie sehr pflegeintensiv, da sie sehr starkwüchsig ist. Einmal im Garten, ist die sehr schwer wieder zu entfernen. Wir haben noch eine von den Großeltern im Garten. Man muss schon die Wurzeln ausgraben, was aber sehr aufweist. Die Kornelkirsche ist bei Weitem einfacher zu pflegen.